Macarons mit italienischer Baisermasse

macarons

Macarons – Copyright sixfrites

Zutaten :
– 200g Mandeln, gemahlen (eigentlich mehr, siehe unten unter Vorbereitung)
– 200g Puderzucker
– 50ml Wasser
– 200g Zucker, fein
– 2 x 75g Eiweiß (siehe unten unter Vorbereitung)
– ggf. Lebensmittelfarbe (in Pulverform oder als Paste, nicht flüssig!)

Vorbereitung:

1-2 Tage vorher:

Eiweiße von den Eigelben trennen, wiegen und kühl stellen.

1 Tag vorher: ggf. die Ganache zubereiten und kühl stellen.

Am Tag der Zubereitung:

Eiweiße aus dem Kühlschrank nehmen (1 Std. vorher)
Bleche vorbereiten (gleichmäßige Formen erhält man, wenn man sich eine Vorlage erstellt und unter das Backpapier legt. Es gibt auch Silikonbackmatten mit aufgezeichneten Kreisen. Aber ich empfehle nicht die mit den Vertiefungen, sondern die mit aufgezeichneten Kreisen.
Spritzbeutel vorbereiten und, mit einer Tülle (Größe 8-10) versehen, in ein hohes Gefäß stellen (z.B. den Blender oder einen hohen Mixbecher.
Mandeln und Puderzucker im Food Processor fein mixen und anschließend durch ein Sieb geben (nur dann bekommt man schön glatte Macarons). Das Endgewicht sollte insgesamt 400 g sein, daher mehr Ausgangsgewicht bei den Mandeln veranschlagen; die groben Bestandteile, die im Sieb hängenbleiben, für anderes verwenden.

Teil 1: Mandelpaste

1 x 75g Eiweiß und die 400g Puderzucker/Mandelgemisch und ggf. die Lebensmittelfarbe vermischen (K-Rührer, Geschwindigkeit min., 2 Minuten). Wegstellen. (Wer zwei Schüsseln hat, stellt die Schüssel weg und lässt den K-Rührer drin.)

Teil 2: Italienische Meringuemasse

Wasser, Feinzucker und 1 x 75g Eiweiß in die Schüssel geben, Ballonrührer. 120°C, Geschwindigkeit 3. Wenn 60 °C erreicht sind und das Gerät verlangsamt, Taste P drücken, bis wieder Geschwindigkeit aufgenommen wird. Ab Erreichen der 120 °C 2 min. auf 3 weiterrühren. Dann Temperatur auf 0 stellen und mit max. Geschwindigkeit rühren, bis 60 °C erreicht sind (Buch sagt 45 °C, aber bei 60 °C wird es auch gut).

Man hat nun eine glänzende und glatte Masse.

Macaronage:

Damit ist das Vermischen von Teil 1 und Teil 2 gemeint. Es darf nicht zu kurz sein (Masse ist zu dickflüssig und unhomogen) und nicht zu lang (Eischnee zerfällt total). Wer keine Küchenmaschine hat, macht dies von Hand, am besten mit einem Silikonspatel oder Kochlöffel.

K-Rührer einsetzen und die Hälfte der Meringue-Masse zur Mandelpaste geben. 1 Min. rühren (Geschwindigkeit min.). Zwischendrin ggf. die Seitenwände und den Rührer freikratzen. Zweite Hälfte der Meringue-Masse hinzugeben und weitere 3 Min. auf min. rühren. Am Ende nochmal etwas mit dem Spatel durchmischen, damit sie schön homogen wird. Die Masse soll wie ein Band vom Löffel fallen („elle fait ruban“).

In den Spritzbeutel geben und gleichmäßige Kreise aufspritzen, etwa 4 cm im Durchmesser (verläuft dann etwas). Spritzbeutel dabei ganz senkrecht halten, die Tülle ist ganz nah am Backblech.

Croutage (Krustenbildung):

Die Macarons nun ca. eine halbe Std. stehen lassen, die Oberfläche soll auf Berührung nicht mehr feucht sein. Das sorgt für die hübschen Füßchen.

Das Backen: kommt auf den eigenen Ofen an. Bei mir funktioniert 140 °C Umluft, 15 min. Die Macarons sollen lieber etwas zu trocken werden als innen noch feucht (denn die Füllung sorgt für zusätzliche Feuchte).

Die Macarons halten sich ungefüllt ein bis zwei Wochen im luftdichten Behälter. Sie können auch eingefroren werden (vor dem Füllen).

Füllung:

Alles Mögliche (Ganaches – z.B. 2 Teile Schokolade auf 1 Teil Sahne -, Fruchtpürees, Gelees, Konfitüren, Buttercremes, dickere Konditorcremes… der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt). Ich hatte hier eine weiße Ganache, mit Passionsfrucht aromatisiert.
Die Macarons sollen gefüllt 1-2 Tage durchziehen (Kühlschrank). Halten sich gefüllt und gekühlt ein paar Tage, je nach Füllung (Ganache etwas mehr, Fruchtpürees etwas weniger).

Zu den Mandeln: es ist ungeheuer wichtig, sie zu sieben. Ich habe aber nach einigen Versuchen eine siebefreie Methode gefunden. Hierzu habe ich teilentöltes Mandelmehl zusammen mit dem Puderzucker ganz fein im Food Processor vermixt. Man muss in dem Fall allerding sehr viel weniger Mandeln nehmen, statt der 200 g reichen 70 g teilentölte Mandeln (bei meinen Tests mit Mandelmehl teilentölt, Ölmühle Solling). Das Endgewicht ist dann entspr. geringer.
Es funzt (obwohl ich im Netz mehrfach gelesen hatte, dass das nicht gehen könne), und ich bin sehr happy, dass ich nicht mehr sieben muss (das war nämlich das Zeitaufwendigste bei der Sache…)

Danke an Mad (frz. CC-Forum) für die vielen Tipps und Kniffe rund um die Macarons.

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Müsliriegel mit Hirse

Ananas-Hirse-Riegel — Copyright sixfrites

Da ich noch einiges an Hirse da hatte, und Hirse auch sehr gerne mag, habe ich mich mal an ein Rezept für einen Riegel aus Hirse gewagt. Die Hirse muss zunächst quellen. Das führt zu einem feuchten Teig. Die Hirseriegel müssen also nach dem Backen noch einige Zeit durchtrocknen.

Zutaten:

75 g Butter

75 g Honig

200 g Hirse

200 g Wasser

100 g Trockenobst nach Geschmack, hier getrocknete Ananas und etwas Cranberries für die Farbe

20 g Saaten (Mandeln oder Haselnüsse , Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Kokosflocken, oder, oder, oder (hier Mandeln)

1 Prise Salz

1 Tl Guarkernmehl (optional)

1 El Sonnenblumenlecithin (optional)

Zubereitung:

Gewürzmühle oder Multi: Saaten und Trockenobst zerkleinern.

Kessel mit Flexirührer, Rührgeschwindigkeit 1: Hirse, Honig, Butter, Wasser und Salz aufkochen und bei um 100 °C köcheln lassen, bis die Flüssigkeit raus ist. Das hat bei mir so ca. 10 min. gedauert. Die Trockenfrüchte und Saaten einrühren. Eine bessere Bindung wird mit etwas Guarkernmehl und Sonnenblumenlecithin erzielt (ich habe kein Ei genommen, da ich höchstens ein halbes Ei gebraucht hätte). Die Masse in Silikonformen geben (ich nutze hierfür „Financier“-Formen, man kann aber auch Muffinformen nehmen, die man aber nur zu 1/3 füllt), 10 min. bei 180 °C und 10 min. bei 120 °C backen (je nach verwendeter Form können sich natürlich andere Backzeiten ergeben).

In der Form ganz auskühlen lassen, dann vorsichtlich aus der Form lösen. Die Riegel sind noch leicht weich. Ich habe sie in einem Dörrgerät weiter getrocknet. Verziert habe ich sie mit dünnen, getrockneten Ananasscheiben.

Ein feiner, fruchtiger Riegel für den Zwischendurch-Snack.

Erdbeer-Rhabarber-Tarte / Strawberry – Rhubarb Curd Cake

Erdbeeren auf Rhabarber-Curd

Erdbeeren auf Rhabarber-Curd – Copyright sixfrites

– 350 g Rhabarber, in kleine Stücke geschnitten
– Vanilleextrakt*
– 1/2 Beutel Agartine
– 80 g Zucker
– 3 Eier
– 75 g Butter, weich

Den Rhabarber mit 2 EL des Zuckers und Vanilleextrakt  in die Rührschüssel geben; Flexi-Rührelement einsetzen und bei 100 °C und Rührgeschw. 3 15 min. rühren lassen, ohne Deckel – damit Flüssigkeit abdampfen kann; wir möchten ein eher trockenes Rhabarberkompott erreichen; 3 Minuten vor Ende der Kochzeit die Agartine zufügen und mitkochen. Abkühlen lassen. Dann die Eier und den restlichen Zucker in die Rührschüssel geben, Flexirührelement, 2 min. auf Stufe 4 rühren; Rhabarberkompott hinzugeben und ca. 10 min. bei 85°C andicken lassen. Temperatur abstellen und weiterrühren lassen, bis die Masse auf ca. 40 °C oder 50 °C abgekühlt ist. Die Butter in Stücken zugeben und rühren, bis alle Butter eingearbeitet ist. Mit einem Stabmixer glattmixen – geht auch im Blender, aber ich ziehe den Stabmixer vor. In einen Spritzbeutel geben und kühlstellen.

Das Rhubarb Curd passt mit seiner säuerlichen Note hervorragend zu Erdbeerdesserts oder als Füllung zu Macarons. Das Agar Agar gibt eine gewisse Festigkeit für das Aufspritzen auf Macarons oder Kuchen, ist aber nicht nötig, wenn man das Curd z.B. in Schälchen servieren möchte.

*Vanilleextrakt mache ich selbst aus ausgekratzten Vanilleschoten, die ich in Wodka oder Rum einlege und dunkel stelle.

Für den abgebildeten Kuchen: Einen Mürbteig zubereiten (nach Grundrezept oder unten angegebenem Rezept). Mit dem kühlen Rhubarb Curd garnieren und mit Erdbeeren und Borretschblüten belegen. Die oben angegebene Menge reicht für mindestens zwei solcher kleiner Kuchen (24*24 cm Größe).

– 175 g Mehl
– 75 g gemahlene Mandeln
– 125 g Butter
– 80 g Zucker
– 1 Ei

Mehl, Mandeln und Zucker in den Food Processor geben, Taste P mehrmals drücken um alles gut zu vermischen; dann Butter in Stückchen zugeben, erneut Taste P mehrmals drücken, bis der Teig krümelig ist. Das Ei zugeben und erneut Taste P drücken, bis sich ein Teig formiert (nicht zu lange). Auf die Arbeitsfläche geben und zügig zu einer Kugel formen, 2 Std. kühlstellen, ausrollen und in Tartelett-Förmchen geben. 10-15 min. bei 180 °C blind backen (je nach Größe Form – hier war es eine quadratische 24*24 cm Form mit 15 min.)

Quelle: Frz. CC-Forum, eigene Anpassungen.